Neues
aus dem BDA
Oswald
Mathias Ungers erhält Goetheplakette der Stadt Frankfurt
am Main

(Aus
der Pressemitteilung des Presse- und Informationsamtes Frankfurt)
In
Anerkennung seiner besonderen Verdienste um die Stadt Frankfurt
am Main erhält der Architekt Prof. Dr. h.c. Oswald Mathias
Ungers die Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main. Die Auszeichnung
wird ihm Oberbürgermeisterin Petra Roth am 4. März um
14 Uhr im Römer überreichen.
In
der Begründung des Magistrats vom 6.11. 2001 heißt es
wie folgt:
Der
am 12.Juli 1926 in Kaisersesch in der Eifel geborene Architekt
Oswald Mathias Ungers gehört zu den herausragenden deutschen
Architekten, der stets ebenso theoretisch wie praktisch-entwerfend
tätig gewesen ist. Als Professor an der TU Berlin, an der
Cornell University in Ithaka, NY, und an der University of California
in Los Angeles gehört Ungers zu den maßgeblichen Theoretikern
der sogenannten Zweiten Moderne in der Architektur. Als entwerfender
Architekt hat der ehemalige Schüler von
Egon Eiermann in Karlsruhe seit Mitte der Sechziger Jahre zahlreiche
Wohnbauten und Appartementkomplexe, später ebenso Großsiedlungen
wie Museumsbauten realisiert und in den Achtziger Jahren in Frankfurt
die neuen Messehallen mit dem Torhaus sowie den Umbau des Deutschen Architekturmuseums
gestaltet.
Oswald
Mathias Ungers ist derjenige zeitgenössische Architekt, der
sich wie kaum ein anderer mit den Bauformen und der Bautheorie
der Antike beschäftigt hat. Darin mit den Interessen Goethes
verwandt, hat der Architekt in seinen Bauten eine höchst ästhetische
Reduktion der Form praktiziert, die auf sehr originäre Weise
mit der Antikenrezeption des Frankfurter Gelehrten korrespondiert.
Seine Frankfurter Solitärbauten, etwa das Torhaus oder das
Deutsche Architekturmuseum mit seiner Haus-im-Haus-Thematik und
die Relationierung von historisch-klassizistischen mit zeitgenössisch-geometrischen
Bauformen haben die Diskussion über modernes und postmodernes
Bauen in den Achtziger Jahren nachhaltig geprägt und das Frankfurter
Stadtbild positiv beeinflusst.
Auf
Oswald Mathias Ungers, der über viele Jahre auch ein eigenes
Architekturbüro in Frankfurt unterhielt, trifft die Intention
der Goetheplakette in hohem Maße zu. Seine entwerfende und
baupraktische, wie auch seine theoretische Auseinandersetzung mit
der Stadt Frankfurt am Main stand sowohl in der Tradition Goethes
als sie auch eine hohe Initialwirkung auf die Baukultur der Stadt
genommen hat.
Hier
können Sie die dazugehörige Dankesrede
von O.M. Ungers nachlesen.
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