UIA
Rhein-Main 2002
Architektur
in Hessen: Kassel
Kassel ist weltberühmt! Denn in Kassel findet die bedeutendste Ausstellung
zeitgenössischer Kunst, die "documenta" statt. Und auch die Bauten
der im äußersten hessischen Norden gelegenen Stadt Kassel sind durchaus
zeitgenössisch, weil größtenteils kaum 60 Jahre alt! Am 22. Oktober
1943 wurde das gesamte Stadtgebiet zu 76% durch britische Bomben
zerstört; die Nachkriegszeit brachte weitere Verluste. Kaum eine
Stadt hat die Wechselbäder der Architektur- und Städtebaukritik
so durchlitten wie Kassel, sie wurde in wenigen Jahren vom Wallfahrtsort
des modernen Wiederaufbaus zum Prototyp der "verpassten Stadt" (Dieter
Hoffmann-Axthelm).
1955 war Kassels großes Jahr. Das Auefeld wird als erste größere
Siedlung begonnen und parallel zur Bundesgartenschau sollte eine
künstlerische Veranstaltung stattfinden. Sie ist die erste Exposition
moderner Kunst in Deutschland nach dem Krieg und begründet Kassels
großartige documenta-Tradition. In den Folgejahren entsteht das
heute noch erkennbare 50er-Jahre-Bild der Innenstadt. Mit der Wiedervereinigung
erhält Kassel in den 90er Jahren nicht nur seine zentale Lage in
Deutschland zurück, sondern auch einen neuen Schub im schienengebundenen
Nah- und Fernverkehr sowie eine neue Blüte im Bauen.
Kassel liegt allein in wunderbarer Landschaft, wer kennt nicht das
Bild des über dem großartigen Bergpark Wilhelmshöhe mit seinem Schloss
thronenden "Herkules"? Die alten Wunden der Stadt jedoch sind bis
heute deutlich sichtbar.
Weitere Informationen zu Kassel finden sich unter den folgenden
Adressen:
www.documenta.de
Bund Deutscher Architekten BDA im Lande Hessen e.V.
Braubachstrasse 10/12
D-60311 Frankfurt am Main
eMail: uia@bda-hessen.de
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