UIA
Rhein-Main 2002
Architektur
in Hessen: Wiesbaden
Wiesbaden, hessische Landeshauptstadt mit gut 270.000 Einwohnern,
ist -so der Titel eines Volkshochschulseminars- eine "Perle des
Historismus". Die großartige Stadtanlage geht zurück auf den Architekten
Christian Zais, der Anfang des 19. Jahrhunderts den Auftrag erhielt,
eine Kleinstadt zu einer Residenz- und Kurstadt umzuplanen: Von
1800 bis 1900 wuchs die Stadt von 2500 auf über 100.000 Einwohner!
Die Innenstadt mit z.T. hoch verdichteten Blöcken aus Klassizismus
und Gründerzeit ist umgeben von ausgedehnten Villenvierteln, gegliedert
durch Parkanlagen in Verlängerung der in die Stadt reichenden Taunustäler.
Wenn auch das ursprünglich klassizistische Erscheinungsbild des
19. Jahrhunderts durch die Bauentwicklung in preußischer Zeit und
die (geringen) Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs verloren ging,
wirkt das Stadtbild Wiesbadens, verglichen mit anderen deutschen
Städten, auch heute noch sehr einheitlich. Wiesbaden ist, noch immer,
eine Schöpfung des 19. Jahrhunderts; Wiesbaden ist, noch immer,
eine industriearme Verwaltungs-, Dienstleistungs- und nicht zuletzt
Wohnstadt. Nicht die Architektur der Klassischen Moderne oder des
Wiederaufbaus prägt Wiesbaden; die Stadt am Rhein ist noch immer
eine in Deutschland nahezu einmalige "Perle des Historismus".
Bund Deutscher Architekten BDA im Lande Hessen e.V.
Braubachstrasse 10/12
D-60311 Frankfurt am Main
eMail: uia@bda-hessen.de
Zurück
|